Archive for the ‘Bastelstunde’ Category

Wie in alten Zeiten

Monday, February 2nd, 2009

02:54 Uhr, an sich nichts ungewöhnliches. Dass ich nachts besonders kreativ bin, habe ich ja schon immer gesagt. In meinem derzeitigen Studium ist das mit der Kreativität aber so eine Sache. Ich will nicht sagen, dass sie verkümmert, aber besonders gefordert wird sie auch nicht. Als Konsequenz davon habe ich es in den letzten Wochen geschafft, relativ früh im Bett zu liegen.

In Aachen war das anders, da war ich oft so lange wach, bis meine Lieblingsmitbewohnerin fast schon wieder aufstehen musste. Ich habe dann entweder mit Pixeln oder programmierbaren Schwierigkeiten wie HTML, Datenbanken oder Wordpress gekämpft. Und der einzige Grund dafür, dass ich immer so spät ins Bett gegangen bin, lag darin, dass ich nicht schlafen kann, wenn es nicht funktioniert. Und wie glücklich man ist, wenn es dann nach stundenlanger Arbeit (und Fehlersuche) doch funktioniert, das hatte ich schon fast vergessen!

Bis ich vor ein paar Tagen auf die Idee kam, eine Bildergalerie in dieses Blog zu integrieren. Die frustrierenden Details will ich euch ersparen und nur schnell verkünden: Es funktioniert! Trotz PHP Safe Mode! Ha!!!

Hier ein kleiner Vorgeschmack:

Bald wird es hier mehr zu sehen geben, spätestens aus Australien!

Jetzt ist es 03:13. Schade nur, dass ich morgen um 08.30 einen Arzttermin habe.

Dicker, fetter Pfannekuchen

Friday, October 26th, 2007

Heute in der Chaos-WG auf dem Speiseplan: Pfannkuchen à la Julia.

Hmjam

Das dunkle ist kein Schokopfannkuchen, es ist ein Heidelbeerpfannkuchen, in den viel Heidelbeersaft mit hinein geraten ist. Er ist nämlich gar nicht schokobraun, sondern heidelbeerlila.

fett und unscharf

Und das Knubbelchen auf der Gabel ist Teil unserer Antwort auf die Frage: Zwei kleine oder einen großen? Der dicke, fette Restepfannekuchen war mindestens 1,5 cm dick. (Nicht, dass wir ihn aufgegessen hätten… )

Ich bin wieder Ersti

Friday, October 19th, 2007
Ich fühle mich wieder wie 19. Und ich habe festgestellt, dass es zwischen Fachhochschule und Universität doch so einige Unterschiede gibt. Ich bin also jetzt wieder im ersten Semester, aber an der Uni Bonn. Nur nicht so richtig, denn da kommt ja noch mein Praktikum in Hamburg dazwischen. “Das kriegen wir schon hin”, sagte man mir und es scheint wirklich gut zu passen. Ein Praktikum ist nämlich für’s 3. Semester eingeplant. Ich studiere also irgendwie antichronologisch. Mittlerweile hab ich auch verstanden, wie das mit dem Stundenplan basteln geht und was ich dann wann nachholen kann. Ganz schön schwierig.

Mal eben >> was gesundes essen

Friday, March 23rd, 2007

Es gibt Leute, die beschweren sich darüber, dass ich eine ordentliche Studentin bin und nicht ständig Neuigkeiten über mein Leben hier veröffentliche, sondern andere wichtige Dinge tue. Oder so ähnlich… Nunja, nagut, ich erzähl euch was. Brandaktuell! Ich hab mir gerade mal eben was zu essen gemacht. Was gesundes, denn das ist Teil meiner neuen, gesunden Ernährung.

Kochen mit Verena

Also, man nehme ungefähr 11 1/2 Äpfel und schäle diese…

Äpfel im Rohzustand

… das dauert natürlich unglaublich lange, denkt man so bei sich selbst. Aber ich war schon nach 28 Minuten und 17 Sekunden fertig. Ungefähr 12 Minuten und 53 Sekunden davon habe ich telefoniert - das ist nicht zu empfehlen, zumindest nicht ohne Freisprechanlage. Für den Apfelschalenberg hätte es sich fast gelohnt, den Biomüll wieder vom normalen Müll zu trennen. Aber nur fast. Dann geht’s ab auf die Feuerstelle (niedrige Temperatur), am besten mit etwas Wasser, damit nichts anbrennt.

Immer schön umrühren und brav den Deckel drauflassen. Nach einer sehr kurzen Weile beginnt es, lecker zu riechen. Nach einer etwas längeren Weile, ungefähr einer halben Stunde, zerfallen die Apfelstückchen und man kann sie mit einer Gabel zerdrücken. Also die meisten Stücke zerdrücken, aber nicht alle - das sieht schöner aus. Und vorher überschüssiges Wasser abgießen, sonst wird es ein wässriger Genuss. Jetzt fehlt nur noch ein bisschen Zitronensaft, Zucker und Zimt! Schmeckt besonders gut (warm) mit Naturjoghurt (kalt).

Apfelmus

Wenn ihr das nächste Mal nachts Langeweile habt oder euch gerne vor irgendwelchen studentischen Pflichten drücken möchtet, könnt ihr das ja mal eben nachmachen!

Ich will die krebserregenden Zuckerbällchen!!!

Friday, February 23rd, 2007

Karneval in Köln muss sein. Als Kölnerin im Exil hat man ja gewisse Pflichten. Jetzt kommt also (*hust* mit nur ein bißchen Verspätung) der offizielle Karnevalsbericht 2007! Ein paar Tage vor den jecken Feiertagen hab ich mir ein Kostüm ausgedacht und mich sogar noch an die Nähmaschine gesetzt. Heraus kam…

Minnie Maus

… das hier (ich gebe zu, selbst genäht ist - aufgrund von Zeitmangel - aber nur die Schleife).

Am Weiberfastnacht (das ist der Donnerstag, für alle, die keine Ahnung haben) hab ich erstmal dieses morgendliche Theater um 11.11 Uhr ausfallen lassen (vormittags Bier trinken… für sowas bin ich jetzt echt zu alt). Abends haben wir uns dann in einer gemütlichen Runde…

Runde

… mit Prinzesschen Fabienne am Steuer auf den Weg zur ersten Party gemacht. Dass das an Karneval keine so gute Idee ist, haben wir dann gemerkt, als wir bereits eine gute halbe Stunde in der Kölner Südstadt vergeblich auf Parkplatzsuche herumkurvten. Zufällig fuhr dannn einer weg und wir schrien alle wie am Spieß: “Daaaa!!! Ein Parkplatz! DER gehört UNS! Schnell rein da!!!”. Fotos vom Abend gibt’s hier (coming soon).

Karneval ist natürlich immer lustig, aber am meisten Spaß hatten definitiv…

Verena und Kathi

… die Kathi und ich am Samstag. Party mit Kathi (na, wer hat den Reim bemerkt?) ist natürlich immer ein Highlight, aber dieser Abend hat alles bisher gewesene übertroffen. Kaum standen wir in der Schlange - das gehört an Karneval irgendwie dazu - kannten wir die Menschen vor und hinter uns. Da konnten wir uns doch den ein oder anderen Kommentar über die Karnevalstouristen nicht verkneifen, denn die (Damen und) Herren kamen doch tatsächlich aus Bayern und Stuttgart. Kaum waren wir im Inneren der Roonburg, hab ich eine Micky Maus getroffen, die sich bei mir beschwert hat, dass ich nicht zuhause bin und für sie koche. An dem Abend musste ich also ohne Micky Spaß haben, aber das musste (und wollte) ich sowieso, sonst hätte sich ein liebenswerter Hobbypilot mit Pornobrille beschwert.

Es dauerte nicht lange und wir kannten die halbe Roonburg. Da waren Dr. Stefan Frank, Dr. Ingo Frank und Dr. Daniel Frank (oder so ähnlich), ein paar Kapitäne (wieder Touristen) und schließlich ein Patient (oder mit Blut verschmiertes Opfer) und ein Schlumpf, die ganz nett waren und auch aus Stuttgart (immer diese Touristen) kamen. Wer wissen will, warum Kathis Hände am Ende des Abends blau waren, wendet sich besser an sie persönlich…

Was bin ich?

Kathi und ich haben ein Spiel gespielt. Im Laufe des Abends haben wir getestet, wie erkennbar unsere Kostüme sind. Dabei muss man ganz klar sagen, dass mein Kostüm leichter zu erraten war. Den Frauen kann man im Großen und Ganzen keinen Vorwurf machen, die haben in 9 von 10 Fällen beide Kostüme richtig erraten. Die Männer jedoch… eieiei… die waren da nicht besonders talentiert. Zu meinem Kostümen sagten:

5 von 10 Männern: “‘Ne Maus?”

4 von 10 Männern: “Micky Maus?” und nur

1 von 10 Männern: “Minnie Maus!”

Ahhhh!

Von Kathi habe ich gerade kein Ganzkörperbild, aber die wichtigen Stichworte sind:

  • Zöpfe mit Schleifen
  • Kravatte
  • Faltenrock
  • Kniestrümpfe
  • Schwarze Schuhe mit Absatz

Das Ergebnis sah noch katastrophaler aus als bei mir und kann gar nicht in irgendeine Statistik gefasst werden. Daher nur ein paar verzweifelte Rateversuche:

“Tänzerin?”

“Polizistin?”

“Sexy Sekretärin?”

(Da man ja nicht ausschließen kann, dass dieser Beitrag von Männern gelesen wird: Die richtige Lösung lautet Schulmädchen)

Zum Schluß noch eine kleine Geschichte. In der Nähe der Bar sehe ich, wie ein Pumuckl eine Maus unsittlich an ihrer Hinterseite tätschelt. Ich teile meine Beobachtung der guten Kathi mit, die entschlossen meint: “So ein Fummel-Pumuckl. Ich sag der das mal.”

“Du, der Typ neben dir begrabscht deinen Hintern!”

“Waaaas??? Der begrabscht deinen Hintern??”

“Nein, deinen!”

“Achso. Das ist ja auch mein Freund.”

Na dann ist ja alles gut.

Tagsüber haben Kathi, Sandra, Alex und ich den Zug in Heimersdorf angeguckt. Dabei hat Kathi lautstark verkündet: “Ich will die krebserregenden Zuckerbällchen!!!!” und ich konnte ihr nur zustimmen, die sind doch einfach die besten:

Purer Zucker

(Der Zusammenhang zwischen purem Zucker und einer Krebserkrankung ist selbstverständlich nicht nachgewiesen)

Am Sonntag habe ich mir noch mit meinem Lieblingsnachbar Robbie den Longericher Zuch angeschaut und dann war Karneval aus zwingenden Gründen auch schon vorbei für mich. Aber darüber war ich gar nicht traurig (im Gegenteil) und ich freu mich natürlich schon auf’s nächste Jahr. Kölle Alaaf!