Archive for April, 2007

Über die Anhäufung Jans und blonder Julias in Aachen

Sunday, April 29th, 2007

Meine Lieblingsmitbewohnerin heißt Julia. Unsere Nachbarin, die zwei Stockwerke unter uns wohnt, heißt auch Julia. Das reicht schonmal aus für einige Verwechslungen. Seit ein paar Wochen belege ich einen Spanischkurs. In der ersten Stunde lernen wir Como te llamas? und das blonde Mädchen neben mir antwortet, na was wohl, Me llamo Julia. CHULIA!!! Verbessert Marrrio, der in dieser Stunde an unserer Aussprache feilt. Eine Woche später erscheint ein neues Gesicht im Kurs, noch eine Julia, auch blond. Die ersten beiden sind übrigens auch blond!

“Jeder sollte mindestens eine Julia haben”
Das ist eine Gruppe im StudiVZ.

Ich hab sogar noch eine. Die wohnt in Marburg, ist aber auch blond. Ich kenne fünf Julias, na und? Angesichts der Tatsache, dass ich nur zwei Aachener An(n)ikas, eine Hannah, eine Stephanie, eine Sabrina, nur eine Sarah (und die nichtmal in Aachen) und keine einzige Sophie oder Marie kenne, deren Namen ich bisher auch für häufig gehalten habe, ist das doch bemerkenswert. Um die Julia-Tendenz in Aachen zu beweisen, habe ich im StudiVZ recherchiert: An RWTH und FH gibt es 335 Julias, 250 Sarahs und nur 133 Verenas!

Letzts Wochenende musste ich dann feststellen, dass es in Aachen auch sehr viele Jans gibt. In meinem Semester gibt es einen Jan. Annikas Freund heißt Jan und Hannahs Freund auch. Und am Freitag lernte ich bei der Uplifting gleich zwei neue Jans auf einmal kennen. Das macht auch fünf. Statischtisch gesehen müsste es doch auch Jan-und-Julia-Pärchen geben. Ich kenne aber keins. Doch:

Jan und Julia
Die beiden hier kenne ich noch von früher!

In der Vergangenheit gewühlt

Wednesday, April 11th, 2007

“Malen, Lesen, Schreiben”, das hab ich schon immer als meine Hobbies in all diese Freundschaftsbücher geschrieben.

Bei einem der letzten Ausflüge in die Kölner Heimat wurde ich aufgefordert, meinen alten Krempel auszumisten. Daraus wurde ein entzücktes Stöbern in der Vergangenheit. Und dabei sind mir meine Hobbies wieder begegnet:

“Verena kann fremde Texte fließend lesen. Alle geübten Diktate schrieb sie fehlerfrei auf. Sie hat eine formklare und saubere Schrift. Verena zeigte besondere Freude beim Malen.”
Zeugnis 1. Klasse, 13.07.1992

“Verena verfügt über einen umfangreichen Wortschatz, denkt sich gerne Geschichten aus und schreibt sie sprachlich gewandt selbständig auf. Sie zeigte großen Einsatz im Textilunterricht und bewies gestalterisches Können im Kunstunterricht.”
Zeugnis 2. Klasse, 02.07.1993

Die negativeren und nicht relevanten Sätze über andere Fächer (beteiligt sich nicht aktiv genug am Sachunterricht etc.) hab ich mal weggelassen. Die Beweislage führt aber noch weiter in die Vergangenheit, anhand eindeutigen Bildmaterials:

Malen
Malen

Basteln
Basteln (ist ja fast so ähnlich wie Schreiben…)

Die Geschichte zu dem folgenden Bild von meinem Nachbarn und mir gehört zu den Lieblingsgeschichten meiner Oma (sie kommt gleich nach “damals, als dein Papa vom Wickeltisch gefallen ist…”).

Lesen
Vorlesen

Da hab ich nämlich angeblich im zarten Alter von 4 Jahren zu meinem gleichaltrigen besten Freund gesagt: “Ich les dir jetzt mal was vor, du kannst ja noch nicht lesen!” und habe ihm dann mein Lieblingsbuch “vorgelesen”, das ich schon längst auswendig kannte.

Malen, Lesen, Schreiben - das sind noch immer meine Hobbies. Jetzt würde ich sie vermutlich “Kunst, Literatur und Journalismus” nennen.

Mein erstes Knöllchen

Tuesday, April 3rd, 2007

Heute ist nicht mein Tag! Ich hab ein Knöllchen gekriegt, in Aachen vor der Haustür. Mein allererstes!!! Das traurige daran ist, dass ich meine These “Hier bekommt man eh kein Knöllchen” nicht beweisen konnte… ihr habt gewonnen. Mal sehen, wie teuer das wird. Vielleicht stimmt ja wenigstens die Behauptung “Knöllchen sind billiger als Parktickets”!?

Auto

Hier noch ohne gelbes Zettelchen.

Nachtrag: “Ihnen wird zur Last gelegt, (…) folgende Verkehrsordnungswidrigkeit begangen zu haben: Sie parkten im Bereich eines Parkscheinautomaten ohne gültigen Parkschein. (…) Betrag: 5,00 Euro”. Bei einem Preis von ungefähr 25 Cent pro 30 Minuten (ich kenne mich mit den aktuellen Preisen aber nicht so gut aus), darf ich für den Preis eines Knöllchens also 10 Stunden parken, das entspricht genau in etwa einem Tag (9.00-21.00 Uhr besteht Parkticketpflicht).