Meine Lieblingsmitbewohnerin heißt Julia. Unsere Nachbarin, die zwei Stockwerke unter uns wohnt, heißt auch Julia. Das reicht schonmal aus für einige Verwechslungen. Seit ein paar Wochen belege ich einen Spanischkurs. In der ersten Stunde lernen wir Como te llamas? und das blonde Mädchen neben mir antwortet, na was wohl, Me llamo Julia. CHULIA!!! Verbessert Marrrio, der in dieser Stunde an unserer Aussprache feilt. Eine Woche später erscheint ein neues Gesicht im Kurs, noch eine Julia, auch blond. Die ersten beiden sind übrigens auch blond!
“Jeder sollte mindestens eine Julia haben”
Das ist eine Gruppe im StudiVZ.
Ich hab sogar noch eine. Die wohnt in Marburg, ist aber auch blond. Ich kenne fünf Julias, na und? Angesichts der Tatsache, dass ich nur zwei Aachener An(n)ikas, eine Hannah, eine Stephanie, eine Sabrina, nur eine Sarah (und die nichtmal in Aachen) und keine einzige Sophie oder Marie kenne, deren Namen ich bisher auch für häufig gehalten habe, ist das doch bemerkenswert. Um die Julia-Tendenz in Aachen zu beweisen, habe ich im StudiVZ recherchiert: An RWTH und FH gibt es 335 Julias, 250 Sarahs und nur 133 Verenas!
Letzts Wochenende musste ich dann feststellen, dass es in Aachen auch sehr viele Jans gibt. In meinem Semester gibt es einen Jan. Annikas Freund heißt Jan und Hannahs Freund auch. Und am Freitag lernte ich bei der Uplifting gleich zwei neue Jans auf einmal kennen. Das macht auch fünf. Statischtisch gesehen müsste es doch auch Jan-und-Julia-Pärchen geben. Ich kenne aber keins. Doch:




