Archive for November, 2007

Mal eben Wäsche waschen

Thursday, November 29th, 2007

Heute im Waschsalon. Neue Waschmaschinen. Hmm. Ich frage: “Weiß vielleicht jemand, wie man die Maschine auf 40° stellt?”. Eine blasse Frau in Naturtönen antwortet gleich: “Ich glaub, bei den neuen Maschinen geht das nicht. Aber 30° reichen ja auch!”

“Ja, aber sonst wasche ich auch immer bei 40°, das ist halt noch ein bisscher heißer…”

“Aber 30° reichen ja”

“…”

“Das wird genauso sauber!!!”

“…”

“Und da wird Energie gespart!”

“Ja, ok, dann halt 30°, geht ja eh nicht anders…”

“Es wird wirklich genauso sauber bei 30°, glauben sie mir!”

“Jaha… hm… hier ist gar kein Weichspülerfach”

“Doch, hier”

“Ah, Danke!”

“Also ich nehm auch nie Weichspüler! Der ist so umweltschädigend!”

“Ich hab hier auch nur so ein Pröbchen und wollte das mal ausprobieren…”

“Ja, wenn sie meinen…”

“…”

“Aber man braucht ja eigentlich keinen Weichspüler!”

Im Waschsalon

ARGH! Übrigens, Weichspüler benutze ich wirklich nicht mehr… und zwar, weil meine Wäsche danach merkwürdig parfümiert riecht!

Mau!

Tuesday, November 27th, 2007

Dafür, dass Katzen uns so wecken wie hier, kann man sie mit Futterentzug bestrafen:

mau
Spaß… das ist die liebe Fritzi.. die macht sowas nicht… mau!

Ein bisschen wie im Kasino

Tuesday, November 20th, 2007

Die Postfiliale meines Vertrauens hat umgebaut. Jetzt wird man persönlich begrüßt mit den Worten “Wenn sie an den Schalter wollen, müssen sie ein Nümmerchen ziehen”, weil man nämlich sonst am Nümmerchen-Automaten vorbeiläuft. Es gibt auch einen neuen Kaffee-Automaten, um die Zeit bis zum richtigen Nümmerchen zu verkürzen und einen Münzen-Einzahlautomaten. Automaten sind toll, wenn sie denn funktionieren.

Der Münzen-Einzahlautomat kommt Leuten wie mir wie gerufen. Kleingeld macht mein Portemonee schwer und wenn ich es an der Kasse zusammenkrame, werde ich ganz nervös. Deshalb werfe ich es zuhause in ein großes Glas. Da ich heute eh zur Post musste, hab ich mir mein gesammeltes Kleingeld geschnappt, um den Super-Automaten zu benutzen. Die Sammlung besteht übrigens nur aus 1-, 2- und 5-Cent-Münzen und wiegt mehrere Kilos.

Kleingeld
Wer den Cent nicht ehrt…

Clever wie ich bin, hab ich erst ein Nümmerchen gezogen und mich dann mit der Einzahlung beschäftigt. 31 wartende Kunden vor mir (das teilte mir das Warte-Nümmerchen mit) sollten wohl reichen, um Geld in einen Automaten zu schmeißen. Also schnell die Postbank-Karte in den Automaten gesteckt und rein damit. Ratter, ratter. Dann ein Geräusch, das jeden Kasinogänger zum jauchzen gebracht hätte: mit lautem Geklimper fällt das ganze Kleingeld unten wieder raus. Es gleicht einem Wunder, dass es sich nicht über den Fußboden verteilt - das Münzenausgabefach ist voll bis obenhin.

“Entschuldigung, kommense mal bitte, hier funktioniert was nicht” oder sowas ähnliches rief ich einer Mitarbeiterin verzweifelt zu. “Sie müssen auf WEITER klicken, sonst wird der Vorgang abgebrochen”, informiert sie mich aus der Ferne (neben dem Nümmerchen-Automaten). Nagut, also nochmal. Geld wieder rein. Wie gut, dass man aus dem Münzenausgabefach jedes Mal nur 5-6 Münzen auf einmal rausfischen kann. Hinter mir hat sich mittlerweile schon eine Schlange gebildet - vielleicht ist 17 Uhr auch nicht die optimale Zeit für solche Testversuche - und ich werde fast so nervös wie beim Kleingeld-Zusammenkramen an der Kasse.

Jetzt weiß ich ja, wie es geht. Geld hinein, Klick auf “Weiter” und tatsächlich, mein Geld wird gezählt. Ich erhalte eine Einzahlungsquittung über 4,62 Euro und - RATTER RATTER KLIMPER KLIMPER - das ganze Zeugs fällt mir schon wieder entgegen. Hinter mir wird schon geseufzt. Spätestens jetzt gleicht meine Gesichtsfarbe der einer reifen Tomate. Die Nümmerchen-Automaten-Dame kommt gleich angerannt und versteht es auch nicht. “Gleich kommt jemand!” verspricht sie mir und ich lasse lieber mal ein paar Leute vor. Dann kommt eine andere gelbgekleidete Mitarbeiterin und murmelt Dinge wie “manchmal muss man das mehrmals reinwerfen” und “vielleicht war es zuviel auf einmal”.

Außerdem glaubt sie, dass der Automat ja nun schon 4,62 Euro von mir angenommen hätte. Das glaube ich aber nicht, denn die Menge und das Gewicht der Münzen fühlen sich genauso an wie vorher. Wir werfen also zusammen ein paar Mal ein bisschen Geld hinein (Leute seufzen lauter), aber alles ohne Erfolg. Rattern und Klimpern zu Genüge und ich fühle mich fast wie ein Kasino-Gewinner, als ich zum fünften Mal mit vollen Händen das Münzenausgabefach leerräume. Die Kilos habe ich wieder mit nach Hause geschleppt und vielleicht habe ich ja jetzt 4,62 Euro auf dem Konto und in der Handtasche - dann wäre es tatsächlich ein bisschen wie im Kasino.

Auf Wiedersehen, Aachen!

Sunday, November 18th, 2007

Datteln im Speckmantel, pikante Kartoffeln, eingelegte Paprika, Kichererbsenpüree, gebratene Zucchini-Scheiben, Garnelen, Tintenfischringe, Brot mit Tomatenpaste, Pilze mit Walnuss-Tomaten-Füllung - na, hört sich das gut an? Das gab es alles am Freitag, als ich in Aachen Geburtstag und Abschied zugleich gefeiert habe. Die viele Arbeit hat sich gelohnt, es war eine sehr schöne Tapas-Party und es hat geschmeckt - sagten zumindest viele Gäste. Mehr dazu, mit Bild, beim Freund.

Verena und Hannah
Zu Tapas gehört natürlich Rotwein.

Mal eben ins Netz

Tuesday, November 6th, 2007
Es gibt Dinge, von denen man schon vorher weiß, dass sie mit einer Wahrscheinlichkeit 99 Prozent nicht klappen werden. Zum Beispiel in acht Minuten in Hannover am Hauptbahnhof umsteigen. Oder den Internet-Provider naht- und problemlos wechseln. “Ach, klappt schon”, dachte ich mir und spekulierte und auf das eine, kleine Prozent. Klappt aber nicht. Seit einer Woche sind Julia und ich von der Außenwelt abgeschnitten… angeblich noch bis Donnerstag… nur damit ihr Bescheid wisst.